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Brief an Lehmann

Herr Hofrath Lehmann

Lieber Freund!

Ich bitte Sie, mir noch die dritte Pulver-Verreibung von den beigehend verzeichneten Arzneien zu schicken und an Malchen* zu übergeben, die Sie mir noch nicht geschickt haben; sie wird mir dieselben mitbringen, mit etlichen Zeilen von Ihrer Hand, damit ich sehe, daß Sie noch leben, auch wohl munter, gesund und zufrieden sind, auch wie die lieben Ihrigen sich befinden.
Wir beide hier befinden uns wohl und grüßen Sie insgesamt von Herzen

Ihr Sam. Hahnemann

Paris, den 23. März
1841

*Malchen:
Der Kosename für Amalie, eine von Hahnemann's Töchtern (zu diesem Zeitpunkt,1841, verheiratet in 2. Ehe mit Heinrich Moritz Liebe)

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Während Hahnemann in Paris weilte, schickte er den obenstehenden Brief an seinen geschätzten Freund Dr. Lehmann.
Dudgeon schreibt über diesen Brief: “Dieses kleine Schriftstück enthält in sich nichts von besonderem Interesse...”
Die Tatsache jedoch, daß Hahnemann eine Reihe von Arzneien in der 3. Verreibung angefordert hatte, läßt den Schluß zu, daß diese Verreibungen zur Herstellung von Q- (bzw. LM-) Potenzen dienen sollten, deren Herstellung Hahnemann stets selbst vornahm.
Insofern ist dieses Schriftstück durchaus von besonderem Interesse, da hierdurch bestätigt wird, daß ab 1841 Hahnemann häufiger Q-Potenzen einsetzte und daß er die Herstellung dieser Potenzen selbst vornahm.
Das Facsimile dieses Briefes befindet sich im Vorwort zu Dudgeons Sammlung ‘The Lesser Writings of Samuel Hahnemann’.

Copyright Gaby Rottler, 2014

Last update:  July,  2014