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Rezension

M - Mezger

Mein Mezger, Ausgabe 1988, ist bereits sehr zerfleddert und zerlesen. Kein Wunder, war es doch das erste homöopathische Buch, das ich mir damals auf Empfehlung eines alten homöopathischen Arztes kaufte.
Auch über 20 Jahre später, nachdem mein homöopathischer Bücherschatz auf mehrere hundert Bände in den Regalen und über Tausend in elektronischer Form angewachsen ist, greife ich immer mal wieder zum Mezger, weil er einiges hat, was andere nicht haben:
- z.B. sehr ausführliche Informationen über die Grundsubstanzen (bei Pflanzen botanische und toxikologische Informationen, bei Mineralien chemische Informationen)
- viele Details aus der Physiologie, Pathologie, Endokrinologie usw.
- so vorhanden Infos über stattgefundene Arzneimittelprüfungen, Anzahl der Prüfer, z.T. auch gute Zusammenfassungen der 'reinen' Prüfinformation.
Die Literaturangaben stehen bei jedem einzelnen Arzneimittel dabei, die Symptome sind nach einem vergröberten Kopf-zu-Fuß-Schema zusammengefaßt und mit einer zusätzlichen Spalte versehen, in der Hinweise zu Krankheiten stehen, bei denen diese Symptome auftreten.

Als Beispiel willkürlich herausgenommen:
Crotalus horridus:

  • Symptome: Herz: Puls zuerst hart und schnell ....usw.
  • Diagnosen linke Spalte: Myodegeneratio, Akute Myokarditis, Kreislaufschwäche mit Kollapsneigung....etc.

Möglicherweise hat er dieses Prinzip von Clotar Müller übernommen, der das im 19. Jahrhundert für seine kleine Arzneimittellehre ebenso durchgeführt hat.
Die Hinweise zur Klinik finden sich auch im Stichwortverzeichnis.
Fazit:
Ein immer noch gut brauchbares Buch, das nahe am Hahnemannischen Prinzip war - auch wenn die Potenzempfehlungen vor allem D-Potenzen sind im niederen und mittleren Bereich, die Hahnemann gar nicht verwendet hat.

Copyright Gaby Rottler, 2014

Last update:  July,  2014