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Homöo-Blog

31. Juli 2014: Ebola und Homöopathie

Für die derzeit in mehreren afrikanischen Ländern grassierende Ebola-Epidemie finden sich außer strengen Hygienemaßnahmen nur wenige therapeutische Optionen.Homöopathische Arzneimittel könnten - möglicherweise - zu einer Eindämmung der Epidemie beitragen bzw. auch das Risiko für das beteiligte ärztliche Personal senken.

Wirksamkeit der Homöopathie bei infektiösen Krankheiten

Ob Virus oder Bakterium: Der Name des Erregers spielt für das homöopathische Arzneimittel keine Rolle. Ausschlaggebend sind stets die Symptome, die verursacht werden. Da sich diese bei vielen infektiösen Krankheiten oft typisch zeigen (Ablauf, Symptome etc.), ist die Eingrenzung auf ein gut passendes homöopathisches Arzneimittel (bzw. eine Gruppe von Arzneimitteln) möglich.

Prof. Dr. Michael Frass, Medizinische Universität Wien, konnte im April 2014 bei seinem Referat im Europäischen Parlament zum Thema »Homöopathie als Alternative zu Antibiotika« die Wirksamkeit der Homöopathie für eine Reihe von Erkrankungen klar belegen.( http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=6061#more-6061)

Für Viruserkrankungen stellt sich diese Frage nun umso mehr:

  • je schwerwiegender Krankheiten verlaufen
  • wenn keine therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen
  • wenn bisher kein Impfstoff vorhanden ist.

Homöopathie stellt nicht nur eine Behandlungsmöglichkeit dar, sondern bietet auch gute Prophylaxemöglichkeiten bei verschiedensten infektiösen Krankheiten.
In der Frühzeit der Homöopathie (1830 - 1880), als es noch keine Antibiose, keine Impfungen (außer der Pockenimpfung) gab, waren die Überlebensraten in homöopathischen Krankenhäusern um ein Vielfaches besser als in Vergleichskrankenhäusern.Genügend Statistiken und Berichte belegen dies.
Dr. Anton Rohrer gibt in seinem 2008 veröffentlichten Artikel »Epidemie und Homöopathie: Geschichte, dokumentierte Erfahrungen, Prophylaxe. Heilmittel bei schweren Verläufen akut-epidemischer Erkrankungen« einen guten Überblick (
http://www.hahnemann.at/docs/documenta2008.pdf)

IBeispiele für Erfolge bei homöopathischer Prophylaxe anderer Infektionskrankheiten sind z. B.

  • die Leptospirose-Epidemie in Cuba, 2007
    Stunning Cuban experiences on leptospirosis
    An unprecedented research study has been done using homeopathic prophylaxis in Cuba on 2.4 million people to prevent the usual leptospirosis outbreak after tropical flooding. Only 10 cases were reported instead of the usual several thousand cases of leptospirosis after use of the homeopathic nosode (
    http://www.homeopathyeurope.org/media/news/stunning-cuban-experiences-on-leptospirosis)
  • Japan-Encephalitis-Epidemie in Indien, 1991
    http://www.njhonline.com/abstract/quarterly_bulletin_of_ccrh.shtml
  • Studie Tularämieprophylaxe bei Mäusen, 1999
    Verwendet wurden 6 verschiedene Potenzen einer Nosode, die aus Francisella tularensis-infiziertem Gewebe hergestellt wurde. 0,3ml einer Potenz wurden dreimal wöchentlich oral für einen Monat vor und nach der künstlichen Infektion verabreicht, die eine potentiell letale Dosis (LD50 bzw. LD75) von Francisella tularensis enthielt. Die Kontrollgruppe erhielt eine entsprechende Menge einer nicht medikamentierten Lösung.
    Die Studie basierte auf der Auswertung von Mortalität und Gesamtdauer bis zum Zeitpunkt des Todes von 142 SPF (specific pathogen free) Mäusen.
    Ergebnis: In allen 15 Versuchen verlängerte die Tularämie-Nosode den Zeitraum bis zum Todeszeitpunkt und zeigte in 13 von 15 Versuchen eine verringerte Mortalität im Vergleich zu den Kontrollgruppen.
    Herkömmliche Impfung bot einen Schutz von 100%, die Nosode bot einen um 22% höheren Schutz als bei der Kontrollgruppe.
    Die Schlussfolgerung des Autors der Studie: Die Tularämienosode bot einen gewissen Schutz, der jedoch mit der herkömmlichen Impfung nicht zu vergleichen war. Falls homöopathische Nosoden jedoch einen Schutz bei infektiösen Krankheiten induzieren, für die derzeit keine Impfung verfügbar ist, könnten homöopathische Nosoden eine vorübergehende Möglichkeit darstellen, um Morbidität oder Mortalität in derartigen Krankheiten zu senken. (
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10484829)

Chancen für Prophylaxe und Therapie bei der Ebola-Epidemie

Bei der derzeitigen Ebola-Epidemie stünden homöopathische Arzneimittel wie Crotalus horridus, Lachesis, aber auch Vipera, Arsenicum hydrogenisatum oder die Leptospirose-Nosode im Vordergrund, um auch als Prophylaktikum zu dienen. Das Arzneimittel wird dabei nach den Symptomen ausgewählt, die es selbst produzieren kann (bei einer Vergiftung bzw. Arzneimittelprüfung).
Eine genauere Analyse könnte jedoch am besten innerhalb eines Teams gemacht werden, das exakte Kenntnis über die derzeit vorhanden Symptome bei Patienten hat und durch mehrere homöopathische Spezialisten verstärkt wird, die bereits langjährige Erfahrung in der Behandlung von infektiösen Krankheiten mitbringen (Homöopathische Ärzte aus Indien, Frankreich, USA, Schweiz, Deutschland etc.).

Verantwortung gegenüber ärztlichem Personal

Bei allem Vorbehalt, den Schulmediziner dieser Behandlungsmethode gegenüber haben: Die Erfahrung, die die Homöopathie in Infektionskrankheiten aufweisen kann (von Cholera über Pocken zu Influenza), ist immens.
Organisationen, die Ärzte und ärztliches Personal in Ebola-Gebiete schicken, haben auch eine Fürsorgepflicht. Die Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern, sollten ausgeschöpft werden.
Wenn diese Fürsorgepflicht durch

  • Unkenntnis über homöopathische Prinzipien
  • Vorbehalte gegenüber einer andersartigen therapeutischen Behandlungsweise

eingeschränkt ist, sollte dieses System dringend überdacht werden!

Ein Appell an die Forschung

Es wären Studien, in vitro und in vivo mit potenzierten Arzneimitteln, die nach homöopathischen Richtlinien (lege artis) von homöopathischen Experten ausgewählt wurden, in größerem Umfange durchzuführen, mit dem Fokus auf infektiöse Erkrankungen, denen die Medizin bisher therapeutisch und prophylaktisch nichts entgegenzusetzen hat.

Verlieren könnte dabei keiner - gewinnen könnten jedoch viele!

Gaby Rottler

Weiterführende Links/Kontakte

http://www.homeopathyeurope.org
https://www.dzvhae.de/
http://planete-homeo.org/school/forum/ebola-epidemie-traitement-homeopathique-t3365.html
http://homeopathswithoutborders-na.org/
 

Copyright Gaby Rottler, 2014

Last update:  July,  2014